Was ist RFID?

RFID, kurz für: Radio Frequency Identification, ist eine Methoden, mit der Daten auf einem berührungslos und ohne Sichtkontakt Transponder gelesen und geschrieben werden können. Mit RFIDs sollen in Zukunft Barcodes ersetzt werden. Doch während sich viele Branchen auf die Kosteneinsparung freuen, kritisieren Datenschützer, dass auf diese Weise der Konsument gläsern wird, weil die RFID-Tags ausgelesen werden können, ohne das die Person, die den Code bei sich trägt, etwas davon weiß.

RFID-Transponder sind in der Regel so winzig klein, dass sie ohne Probleme implantiert werden können. Bei Haustieren wird das schon jetzt gemacht. Pferde beispielsweise erhalten einen kleinen RFID-Mikrochip unter die Haut. Dieser hat in der Regel eine Länge von 11,1 bis 13,9 Millimeter und einen Durchmesser von 2,05 und 2,2 Millimeter. Auf dem Chip ist eine 15-stellige Identifikationsnummer, die mit einem Transponder ausgelesen werden kann. Jede Nummer wird nur einmal vergeben, sodass auf diese Weise jedes Tier immer eindeutig identifiziert werden kann. Der Chip ist absolut langlebig sowie manipulations- und fälschungssicher. Er wandert auch nicht durch den Körper des Tieres, sondern bleibt immer an derselben Stelle.

Auch im 2010 neu eingeführten Personalausweis ist ein RFID-Chip enthalten. Der Vorteil des Chips ist, dass er besonders günstig ist.

Die ersten RFID-Chips wurden schon während des Zweiten Weltkriegs verwendet. Ein Sekundärradar half dabei, Freund von Feind zu unterscheiden. Dafür waren an Panzern und Flugzeugen Transponder und Leseeinheiten angebracht.

Gegen der der 60er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts wurde daraus die SICARID, die Siemens Car Identification entwickelt. So konnten in der Lackiererei Eisenbahnwagen und Autoteile identifiziert werden. Während der 70er-Jahre entstanden die ersten Vorläufer der heutigen RDIF-Technik. Dabei handelte es sich um elektronische Warensicherungssysteme. Bei Diebstahl, also Nichtvorhandenseins eines Produktes, wurde ein Alarm ausgelöst. Das Ganze funktionierte mittels Hochfrequenztechnik.

Einen Durchbruch für die Technik gab es im Jahr 1979. Von da an wurden RDIF-Chips schwerpunktmäßig in der Landwirtschaft verwendet, unter anderem für die Kennzeichnung von Nutz- und Haustieren und von Brieftauben.

Seit den 90er Jahren spielt RFID auch bei Mautsystemen im Straßenverkehr eine wichtige Rolle und nach und nach kam die Anwendung bei elektronischen Schlössern, Zutrittskontrollen, Skipässen, bargeldlosem Bezahlen, elektronischen Wegfahrsperren und vielen weiteren Funktionen hinzu.